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#2163, Erstellungsdatum 6. Juni 2021 01:29 Ich komme aus dem Schulviertel

Ladepunkte für Pendler

Der Wandel hin zur Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein zur Abmilderung der Klimakrise. Glücklicherweise verzeichnen die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge ein exponentielles Wachstum, aktuell ist schon mehr als jedes zehnte Neufahrzeug in Deutschland rein elektrisch angetrieben. Der Trend ist auch in Pfaffenhofen deutlich sichtbar und zeichnete sich schon in den letzten Jahren in stark steigenden Zulassungszahlen ab. Diese ganzen Fahrzeuge benötigen eine hinsichtlich Qualität und Quantität mitwachsende Ladeinfrastruktur, welche mit zunehmender Marktdurchdringung sowohl der Fahrzeuganzahl als auch den Ansprüchen abseits der "Early Adopter" gerecht wird. Denn nur eine ausreichende Zahl leistungsgerechter Ladepunkte sorgt für Flexibilität und Alltagstauglichkeit, und macht auch besonders ressourcenschonende Fahrzeuge mit kleinen und mittleren Akkukapazitäten für breite Nutzerschichten attraktiv. Teil einer solchen guten Ladeinfrastruktur sind möglichst viele Ladegelegenheiten entsprechend des Mottos "steht es dann lädt es". Diese Lademöglichkeiten benötigen nicht zwingend immer hohe Leistungen mit teurer Technik und außergewöhnlichen Anschlussleistungen. Schließlich stehen PKW durchschnittlich 23 Stunden pro Tag - man muss also vor allem Ladepunkte dort schaffen, wo Fahrzeuge sowieso stehen. Somit sinkt der Zeitaufwand für die Ladung gegen Null, und die Reichweite ist im Alltag etwas, über das Nutzer:innen sich keine Gedanken machen müssen. Ein solcher Ort ist der Pendlerparkplatz, an dem ein Fahrzeug ca. 10 Stunden steht. Hier sind Ladepunkte mit einer Leistung von je 3,6 kW vollkommen ausreichend und ohne große Investition in großer Zahl realisierbar. Eine hohe Anzahl an derartigen Ladepunkten sorgt auch dafür, dass Plug-in Hybride und reine E-Fahrzeuge nicht um Ladeplätze konkurrieren. Gibt man Pendler:innen durch Infrastrukturangebote Anreize auf Elektrofahrzeuge umzusteigen, so reduziert dies zudem die örtlichen Lärm- und Schadstoffemissionen. Zu berücksichtigen ist ebenfalls, dass eine Kombination aus PV-Anlage und Ladestationen - wie hier gegeben - aus ökologischen und netztechnischen Aspekten optimal ist.

Kommentare

Sehr geehrter Herr Dachs, vielen Dank für Ihre Anregung. Auch wir sind der Auffassung, dass ein dichtes Netz an Ladesäulen essentiell für das Gelingen der Verkehrswende und der damit verbundenen Marktdurchdringung der E-Mobilität ist. Wir haben uns hierzu auf eine Förderung beworben und werden alsbald möglich weitere Lademöglichkeiten in Pfaffenhofen schaffen. Da für öffentliche Ladeinfrastruktur bestimmte technische Anforderungen (bspw. Eichrecht und Backend-Anbindung) zu erfüllen sind stellt die Ladeleistung nicht den hauptsächlichen Kostentreiber dar. Gerne nehmen wir Ihren Vorschlag auf und werden diesen, wenn möglich, in der weiteren Planung berücksichtigen. Vielen Dank und beste Grüße Alexander Schneider

von Alexander Schneider am 16. Juni 2021 16:17

Sehr geehrter Herr Schneider, vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Es freut mich zu hören, dass in weitere Ladeinfrastruktur investiert wird. Wichtig ist hierbei aus meiner Sicht, dass nicht einfach ein dichtes Netz gebaut wird, sondern die Mittel strategisch mit Orientierung an Use-Cases eingesetzt werden. Nur so kann dann zukünftig auch mit erhöhter Fahrzeugdichte eine gewinnbringende Auslastung erreicht werden. AC-Ladepunkte als Insellösungen, an die man sein Fahrzeug mehrere Stunden aktiv stellen und dann aktiv wieder abholen muss, sind aus meiner Sicht ein Auslaufmodell. Daher eben auch der Vorschlag für den konkreten Anwendungsfall "Pendlerparkplatz" mit 8-10 h Standzeit, welcher sicherlich auf viele andere mögliche Standorte (z. B. Parkplätze von Unternehmen) übertragbar ist. Beim Aufbau weniger AC-Ladepunkte mag die Ladeleistung des einzelnen Ladepunktes kein entscheidender Faktor sein. Nehmen wir jedoch mal einen Ausbau von 20 Ladepunkten an einem Standort wie dem Pendlerparkplatz an, so macht es (beim Gleichzeitigkeitsfaktor von 1 ohne Lastmanagement) einen deutlichen Unterschied: * 20x11 kW Ladepunkt: 220 kW Anschlussleistung * 20x3,6 kW Ladepunkt: 72 kW Anschlussleistung Somit lassen sich die Netzanschlusskosten durch weniger Ladeleistung deutlich reduzieren; natürlich könnte man dies auch durch ein Lademanagement erreichen - was jedoch wieder zusätzliche Kosten verursacht. Auch die Kosten für Arbeitszeit und Material (Kabel, Sicherungsautomaten, Fehlerstromschutzschalter etc.) dürften durch das Verlegen und Verklemmen von fünf statt drei Adern entsprechend steigen. Ich bin mir sicher, dass mit der gleichen Investition also wesentlich weniger 11 kW Ladepunkte gebaut werden können - obwohl man an einem solchen Standort mit derart langen Standzeiten gar keine 11 kW braucht und das schnellere Laden des Fahrzeugs bei höherer Netzbelastung keinen Mehrwert bietet. Möchte man dann die Anzahl an Ladevorgängen optimieren und erlässt eine Parkregelung zur Verkürzung der Standzeit am Lader auf z. B. 4 h führt dies dazu, dass Pendler den Ladepunkt nicht mehr nutzen können. Zudem lässt sich durch geringe Ladeleistungen selbst ohne Lademanagement die lokale Energieproduktion gut und günstig ausnutzen. Ich bin auf die Ergebnisse der Planungen und die weiteren Entwicklungen gespannt, und hoffe, dass sie den Fahrzeugzulassungen weiterhin einen Schritt voraus sein werden. Falls Interesse an einem intensiveren Austausch besteht können Sie mich gerne persönlich kontaktieren. Vielen Dank Mit besten Grüßen Maximilian Dachs

von Maximilian Dachs am 17. Juni 2021 16:27

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